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Querschüsse - ForumDiskussion der lebensbedrohenden Weltprobleme und deren Lösungen sowie Aufbau eines Dokumentations- und Informations- Archivs des Zeitgeschehens
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| Filmsammlung :: David Harvey |
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Björnson Beobachter
Joined: 03 Jan 2010 Posts: 4 Location: Berlin

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Posted: 06 Jan 2010 16:45 Post subject: Monetative |
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Hallo liebe Forumsmitglieder,
ich bin brennend daran interessiert welche Meinung ihr zum Thema Gelschöpfung in die öffentliche Hand habt?
http://www.monetative.de/
Ich finde den Vorschlag sehr gut, ich sehe jedoch die Gefahr einer weiteren Kreditverknappung in der jetzigen wirtschaftlichen Lage, aber nur wenn es zusätzlich keinen regulatorischen Eingriff gibt, zB durch die gesetzliche Verpflichtung der Banken einen bestimmten Anteil der Kredite an die Realwirtschaft weiter zu geben.
Ich freue mich auf Eure fundierten Antworten. |
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Oidamo Aspirant

Joined: 17 Aug 2009 Posts: 71 Location: Rheinland Pfalz

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Posted: 10 Jan 2010 15:57 Post subject: |
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Hallo Björnson,
als ich die Schulbank drückte und in den Fächern VWL und BWL das Thema Geld-/Wertschöpfung durchgenommen wurde, wurde, bei mir, von den Lehrern, der Eindruck erweckt das dies in unserem Wirtschafts- und Finanzsystem genau so sei..!? (die Geldschöpfung liege in staatlicher Hand) daher ja auch der Name Bundesbank, Zentralbank, Leitzins etc.
Das dem nicht so ist habe ich erst erfahren als ich mich, kurz vor der „Finanzkrise“, mal ausführlich und auf eigenen Faust mit dem Thema beschäftigt habe…!
In Meinen Augen „funktioniert“ ein monetäres Geldsystem auch nur so..!
Habe die Ehre… Oidamo _________________ Es ist mir wurscht wie Du heißt oder wer Dein Vater war, wenn ich hier angle hast Du gefälligst nicht übers Wasser zu laufen..!!  |
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deti Beobachter
Joined: 10 Mar 2010 Posts: 1

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Posted: 10 Mar 2010 22:04 Post subject: Re: Monetative |
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| Björnson wrote: | | ... ich bin brennend daran interessiert welche Meinung ihr zum Thema Gelschöpfung in die öffentliche Hand habt? |
Ich finde es eine sehr anschauliche und überzeugende Theorie. Ich habe zwar auch schon etliche Anfeindungen zu der Theorie im Internet gefunden, jedoch noch keine die so anschaulich und konsequent erklärt warum die Idee der Monetative zum scheitern verurteilt sein soll wie die "Aktion Monetative" erklärt, warum ihre Theorie das Geldsystem auf Dauer stabilisieren kann.
Ich bin sehr daran interessiert diese Idee/Theorie weiter zu verfolgen und zu verbreiten! Die Frage ist nur wie geht das am besten?
Derzeit läuft noch eine Petition im Deutschen Bundestag bis 11.03.2010 dazu, s. Eintrag hier: http://www.querschuesse-forum.eu/topic,259,-e-petition-zur-geldschoepfung.html
Ich kann nur jeden bitten sich dort mit einzutragen.
Grüße
Detlef |
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Epoxy Beobachter
Joined: 11 Mar 2010 Posts: 1 Location: Stuttgart

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Posted: 11 Mar 2010 13:53 Post subject: Bindung des Geldes an Sachwerte |
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Tatsächliche Werte kommen nur aus aufgewandter menschlicher Arbeit für die Produktion konsumierbarer oder thesaurierbarer Güter. Insofern glaube ich, kann staatliche Geldschöpfung auf Dauer (d.h. länger als ein Kondratieff-Zyklus, ca. 60-80 Jahre mit laufendem Zinseszinseffekt) nicht funktionieren und benötigt dann eine Reset.
Geld allein kann nicht arbeiten, bzw. schafft keine Werte. Die Finanz-Industrie und deren Jünger müssen diese Wahrheit gerade wieder neu erlernen. Die Abschreibungen auf 2000 Billionen nominale Papiervermögenswerte in der Welt werden wohl noch viele Jahre dauern.
Speziell die "modernen" Demokratien im Verbund mit den Zentralbanken neigen dazu, zugunsten der zu finanzierenden Gegenwart die Zukunft mittels Geldschöpfung zu plündern, um potentielle Wählerkreise mit Wohltaten "zu bestechen", ihre Macht im Inneren oder im Äußeren z.B. durch Kriege zu sichern oder zu erweitern.
Staatliche "Geldschöpfung" entrechtet die Sparer und entwertet die thesaurierten Vermögen. Das wußten und wissen u.a. Ludwig v. Mises, Murray Newton Rothbard, Alan Greenspan, Ron Paul, Paul Grayson u.v.a.m.
Zentralbanker und die dahinterstehenden "Geldmächte" wissen nur zu gut um diese "Geheimnisse" und wehren sich gegen deren Aufdeckung bzw. Offenlegen der Manipulation der sog. "freien Märkte".
Edelmetalle als bewährter Wertspeicher der Sparer und Investoren sind die Achillesverse des Papier- und Giralgeldsystems, daher werden die Preisindikatoren (Gold & Silber im besonderen) zentralbanktechnisch bzw. mit den Primary Dealern ganz besonders "gepflegt". Larry Summers hat die Konkurrenz von Gold gegenüber den Staatsanleihen in einem Aufsatz schon vor einigen Jahren nachgewiesen. Und es kommt nun einmal kein Zentralbankgeld via Geldschöpfung in den Umlauf ohne Staatsverschuldung. Staatsbankrotte wegen nicht möglicher Neuverschuldung sowie Währungsabverkauf mit gleichzeitiger Flucht in die Edelmetalle sind die Bestandteile der nächtlichen Albträume eines jeden Zentralbankers.
Nur diese Albträume werden wohl bald wahr. Fiat Money ist auch eine Massenvernichtungswaffe, die je länger sie besteht, eine umso verheerendere Wirkung entfalten wird. Da helfen alle Konjukturprogramme, Wachstumsbeschleunigungsgesetze, TARP und TALF nicht, sie nähren sich aus der gleichen Art von Geldschöpfung aus dem Nichts, die uns bereits in das Wirtschaftskrisenszenario gebracht hat.
Die amerikanische Verfassung beschreibt die Lösung des Problems, was "legal tender" sein sollte, nur scheint das auch in USA etwas in Vergessenheit geraten zu sein, das es nicht so gut zur Finanzierung von Imperien und Weltkriegen (WK I und WK II) sowie der Unterordnung von Vasallen (D, UK, F, J, KR, TW, ...) taugt. Papiergeld ist da deutlich besser geeignet. Also dann frohe Geldschöpfung. WK III mit Iran & Israel am Anfang des warten schon. Wir brauchen dafür noch viel mehr Geldschöpfung!
Mit vielen Grüßen von Epoxy |
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Neuer Kandidat

Joined: 14 Apr 2010 Posts: 163 Location: Lübeck

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Posted: 22 Jun 2010 7:48 Post subject: Joseph Huber - Monetäre Modernisierung |
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J. Huber hat ein neues Buch veröffentlicht.
Joseph Huber
Monetäre Modernisierung. Zur Zukunft der Geldordnung
Marburg: Metropolis Verlag 2010.
Kurzbeschreibung
Im letzten Vierteljahrhundert haben sich mehr Finanzkrisen ereignet als je zuvor in einem solchen Zeitraum. Die Wurzel des Problems liegt im Geldsystem. Schon seine Bezeichnung als 'fraktionales Reservesystem' mit 'multipler Geldschöpfung' weist darauf hin, dass die Geldordnung undurchsichtig und kaum kontrollierbar ist.
Das verselbständigte Giralgeldregime der Banken erzeugt überschießende Geldmengen per Kredit und fördert damit Spekulationsblasen, Krisenentstehung und allgemeine Überschuldung, letztlich vor allem die Überschuldung der Staatshaushalte auf Kosten der Allgemeinheit.
In diesem Buch werden die Funktionsweise und die Fehlfunktionen des heutigen Geldsystems dargelegt. Im Anschluss werden verschiedene Reformansätze behandelt, insbesondere der Vollgeld-Ansatz. Dieser beruht auf der Trennung von Geldschöpfung und Kreditvergabe. An die Stelle des Giralgeldes der Banken tritt das vollwertige gesetzliche Zahlungsmittel, das ausschließlich von der unabhängigen Zentralbank in Umlauf gebracht wird. Die spezialisierten Banken sollen den Zahlungsverkehr abwickeln und Aktivitäten in den Bereichen des Kunden-, Immobilien- und Anlagegeschäfts finanzieren, jedoch ohne dabei selbst Zahlungsmittel zu erzeugen. Daraus folgende Vorteile sind sicheres Geld, stabilere Preise und Kurse (keine Assetpreis-Inflation), verstetigte Konjunktur- und Börsenzyklen, ungeschmälerter Geldschöpfungsgewinn zugunsten der öffentlichen Hand sowie übergangshalber die buchstäblich einmalige Gelegenheit, die Staatsschuld weitgehend abzubauen.
Finanz- und Realwirtschaft können nur funktionieren auf der Grundlage einer stabilen und gerechten Geldordnung.
Über den Autor
Joseph Huber, Jahrgang 1948, lebt in Berlin. Er arbeitete zunächst als Publizist und Politikberater. Als Mitbegründer des Netzwerk Selbsthilfe Berlin gehörte er 1979 zu den Wegbereitern grün-ethischer Geldanlagen. 1992 erhielt er einen Ruf auf den Lehrstuhl für Wirtschafts- und Umweltsoziologie der Martin-Luther-Universität Halle an der Saale, wo er seitdem arbeitet. Auch in Forschung und Lehre engagiert er sich für den freiheitlichen Rechtsstaat, ökologische Modernisierung und die Modernisierung des Geldwesens.
http://www.amazon.de/Monetäre-Modernisierung-Zur-Zukunft-Geldordnung/dp/3895187925/ref=sr_1_2?ie=UTF8&s=books&qid=1277185484&sr=1-2
(Was passiert hier eigentlich immer mit den Links??? Sorry, hab's nicht hingekriegt...)
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Neuer Kandidat

Joined: 14 Apr 2010 Posts: 163 Location: Lübeck

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Posted: 22 Jun 2010 7:49 Post subject: Geldreformkampagne in Großbritannien |
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Eine Gruppe von britischen Geldreformern, darunter einige Unterstützer der Monetative, haben eine Kampagne zur Geld- und Bankenreform gestartet. Sie haben dazu eine
Bank of England Act
ausgearbeitet. Dieser Ansatz beinhaltet die selben Komponenten wie der Ansatz der Monetative und der Vollgeldansatz nach Huber/Robertson.
http://www.bankofenglandact.co.uk/act/
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Neuer Kandidat

Joined: 14 Apr 2010 Posts: 163 Location: Lübeck

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Posted: 23 Jul 2010 17:56 Post subject: dasgelbeforum - Kritik an der Vollgeld-Reform der Monetative |
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Falls es jemanden interessiert:
Kritik an der Vollgeld-Reform der Monetative aus debitistischer Sicht
»Hallo,
es war mal wieder eine lange Nacht nach einigen Stunden Arbeit habe ich hoffentlich die wesentlichen argumentativen Fallstricke der Monetative ausreichend verdeutlicht und möchte euch das Ergebnis nicht vorenthalten:«
http://dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=176287
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