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[Gerontologie] Die Chancen stehen nicht bei Null...


 
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Mittag und Ewigkeit - Die ewige Wiederkunft des Gleichen :: Gedanken zum irdischen Horizont  
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Dorrian
Beobachter


Joined: 12 Aug 2009
Posts: 11
Location: Hamburg

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PostPosted: 12 Aug 2009 14:31    Post subject: [Gerontologie] Die Chancen stehen nicht bei Null... Reply with quote

...dass zumindest einige von uns die Entwicklung der Welt in den kommenden 90 bis 1.000 Jahren mitverfolgen können.

Laut Aubrey de Grey, einem der bedeutendesten Altersforscher, könnte die Wissenschaft in ca. 30 Jahren in der Lage sein, die biologischen Alterungsprozesse zu stoppen bzw. durch geeignete Therapien die entstandenen Schäden zu reparieren.

Der Aspekt der technologisch erheblich verlängerten Lebenserwartung ist zwar heute noch kein großes Thema, wird jedoch meiner Meinung nach in jedem Zukunftsszenario mit einem Zeitfenster von 90+ Jahren einbezogen werden müssen.



Links zum Thema:
- Interview mit Aubrey de Grey in der Süddeutschen Zeitung
- http://www.methuselahfoundation.org/ Die "Methusalem-Stiftung", welche es sich zum Ziel gesetzt hat, die internationalen Forschungsbemühungen zu fördern und zu koordinieren
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Sternenstaub
Magister


Joined: 09 Jun 2009
Posts: 553
Location: Neuss

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PostPosted: 12 Aug 2009 15:07    Post subject: Reply with quote

-



Hallo Dorrian!

Du hast schon recht.
Der Gerontologie wird es sicherlich gelingen, die Altersgrenze hinauszuschieben,
aber ich verbinde damit im Gegensatz zu den meisten Menschen mehr Sorgen als große Hoffnungen.

Überaus treffend hat das Problem Benjamin Franklin gekennzeichnet:

"Alle wollen lange leben, aber keiner will alt werden."


Die meisten Menschen vergessen, dass die zusätzlichen Lebensjahre einem Greis ermöglicht und geschenkt werden.

Als zahnloser und impotenter Greis noch zusätzliche Jahrzehnte mein Dasein fristen – wäre für mich eine Horrorvorstellung.

Andererseits für zehn bis fünfzehn intensive, leidenschaftliche, schaffensreiche und erfüllte Lebensjahre unter 70 wäre ich bereit,
den Rest meiner Jahre willig und freudig hinzugeben.



Gruß,

Georg.

-

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Non multa - Excelsior!
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Dorrian
Beobachter


Joined: 12 Aug 2009
Posts: 11
Location: Hamburg

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PostPosted: 12 Aug 2009 16:03    Post subject: Reply with quote

Hallo Sternenstaub,

du hast das Konzept noch nicht richtig:

Wenn die altersbedingten Schäden korrigiert werden, bleibt der Körper auf einem biologischen Alter von (je nach technologischer Möglichkeit) 25 und 45 Jahren.

Du bist somit nicht für einige Jahrhunderte ein sabbernder Greis, sondern stehst "mitten im Leben". Man kann nicht erkennen, ob du z.B. 35 oder 200 Jahre alt bist.

Gerade das von dir zitierte "alt werden" ist Kernthema der aktuellen Forschung.

Laut de Grey sind sieben Faktoren für die Alterung verantwortlich:

1. Zellschwund, der Verfall oder Verlust von Zellen
2. Anhäufung von unerwünschten Zellen
3. Mutationen in Chromosomen
4. Mutationen in den Mitochondrien
5. Die Ansammlung von "Abfall” im Zellinneren
6. Die Ansammlung von "Abfall” außerhalb der Zellen
7. Vernetzungsreaktionen in Eiweißstoffen außerhalb der Zellen

Ziel der Forschung ist nicht, diese zwangsläufigen Prozesse "auszuschalten", sondern mittels regelmäßigen Therapien (z.B. alle zehn Jahre) die Schäden zu beheben. Für die oben aufgezählten sieben Faktoren wären dies:

1. Erneuerung und Regeneration der Zellen
2. Entfernung unerwünschter Zellen
3. Korrektur der mutierten Chromosomen
4. Korrektur der mutierten Mitochondrien
5. Durchführung einer "Müllabfuhr", um zellulären Abfall zu entsorgen
6. Durchführung einer "Müllabfuhr", um interzellulären Abfall zu entsorgen
7. Aufbrechen der unerwünschten Vernetzungen

(Detailliertere Beschreibung der sieben Faktoren: http://www.heise.de/tr/Wollen-Sie-ewig-leben--/artikel/64374/2/0)


Viele Grüße
Dorrian
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Sternenstaub
Magister


Joined: 09 Jun 2009
Posts: 553
Location: Neuss

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PostPosted: 12 Aug 2009 22:06    Post subject: Reply with quote

-


Dorrian wrote:

(...)

Wenn die altersbedingten Schäden korrigiert werden, bleibt der Körper auf einem biologischen Alter von (je nach technologischer Möglichkeit) 25 und 45 Jahren.

Du bist somit nicht für einige Jahrhunderte ein sabbernder Greis, sondern stehst "mitten im Leben". Man kann nicht erkennen, ob du z.B. 35 oder 200 Jahre alt bist.

Gerade das von dir zitierte "alt werden" ist Kernthema der aktuellen Forschung.


(...)



Viele Grüße
Dorrian




Hallo Dorrian!

Der verschmitzte Bauer in mir raunt mir zu: >viel zu gut und schön, um wahr zu sein und wahr zu werden... <

Den ungefähren Höhepunkt und die Mitte des Lebens, wo der Schnittpunkt von Kraft und Erfahrung kulminiert auf "ewig" auszudehnen... welch ein genialer und schöner Traum, der sich gerade dadurch als sehr irreal entlarvt! -

Hingegen zeigt unsere tägliche und allgemeine Lebenserfahrung auf breiter Front, dass selbst das nützlichste und beste Medikament nicht ohne Nebenwirkungen zu haben ist. -

>Möchten sie reich und gesund sein und dabei noch schön singen und zwitschern können?…<
Ja, warum nicht, warum eigentlich nicht …


Schönen Gruß,


G.


-

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Non multa - Excelsior!
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Sternenstaub
Magister


Joined: 09 Jun 2009
Posts: 553
Location: Neuss

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PostPosted: 17 Sep 2009 20:03    Post subject: Reply with quote

-


Hallo Dorrian,


ein kleiner Buch-Tipp, für Diejenige, die dieses Buch noch nicht kennen.



Die französische Schriftstellerin




Simone de Beauvoir



widmet sich in ihrem interessanten Roman:

,,Alle Menschen sind sterblich“

explizit dem Thema der menschlichen Unsterblichkeit.

Aus dem Vor-Text zum Buch:

,,Ein tiefgründig-phantasievoller, kulturgeschichtlich-farbiger und
in seinen menschlichen Konflikten beeindruckender Roman.

Mit Fosca, dem ungewöhnlichen Helden, dem auf geheimnisvolle Weise Unsterblichkeit verliehen ist,
erleben wir sechs Jahrhunderte europäischer Geschichte in blutvollen Gestalten und abenteuerlichen Ereignissen.

Foscas wechselvolle Schicksale (...) lassen in ihm die tragische Erkenntnis reifen,
dass die Sehnsüchte der Menschen unerfüllbar und ihre Hoffnungen immer vergeblich sind.

Im Widerstreit zwischen der Flüchtigkeit des Augenblicks und einer Ewigkeit,
die die Gnade des Todes nicht kennt, gewinnt er aber auch die Überzeugung,
dass aller scheinbaren Sinnlosigkeit zum Trotz es den Sterblichen aufgegeben ist, ihr vergängliches Leben mit Sinn zu erfüllen.“


http://www.amazon.de/Alle-Menschen-sterblich-Simone-Beauvoir/dp/3499113023/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1253209699&sr=1-1




*

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